

Dr. Christoph Friedrich Kaden
"Schöne Dinge fragen nicht nach Aufmerksamkeit" Zitat aus dem Film "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty"
So oder ähnlich könne man die Art meiner Fotografie umschreiben. Die Welt der Fotografie hat sich und den letzten Jahrzehnten stark verändert. War sie noch zu meiner Kindheit komplett analog und die digitale Fotografie in den Kinderschuhen, so sind ist heute jedes Smartphone leistungsfähiger als viele analoge Kameras früherer Zeiten. Eine Veränderung zum Besseren? Das lässt sich schwer sagen, aber die Reihe an Presets und die Menge an Filmfiltern für digitale Kameras ist mehr denn je gefragt. Wer möchte nicht die Farbwerte der alten Fujifilme haben und greift für eine Fujifilm XVI tief in die Tasche oder möchte die alten Farbwerte der Leica-Kameras wiedererlangen. Dieser Trend spricht wohl eine deutliche Sprache. Ebenso wie die Entwicklung zweier diametraler Richtungen in der digitalen Fotografie: So setzte die eine Richtung auf hohe Bildfrequenzen, schrille Farben und Effekte durch Bildbearbeitung sowie Filter, die andere auf eine gewisse Entschleunigung und Ruhe im Detail. Letztere Richtung liegt mir wohl mehr. Das was man sieht, ist doch wohl ein Spiegel seiner Persönlichkeit. Ich suche die Motive im Detail, im Verborgenen im unbemerkten Moment. Ein Motiv wird entdeckt und zur rechten Zeit im rechten Licht inszeniert. Der unbemerkte Augenblick am Rande findet sich auf einmal in unserer Mitte wieder und verdient der Beachtung. Wie das eingangs erwähnte Zitat aus dem meiner Meinung nach viel zu wenig beachteten Film, findet Sean Penn als Sean O'Connell.
Ein weiteres Zitat von demselben aus dem Film ist:
„Manchmal fotografiere ich gar nicht. Wenn mir ein Moment gefällt, dann... ich mag die Ablenkung durch die Kamera nicht. Ich bleibe dann einfach darin. Ja. Genau hier.“ (Sean Penn alias Sean O'Connell)
Es mag Paradox erscheinen diesen Gedanken zu teilen, aber Fotografie ist mehr als nur ein Bild knipsen oder schießen. Der Moment hinter der Kamera, das Erfassen des Bildes mit dem Auge ist mitunter wertvoll genug es verstreichen zu lassen und lediglich in den Gedanken weiterzutragen.
Im Laufe meines Lebens habe ich mit vielen Kamerasystem gearbeitet, anfangen in der analogen Zeit mit einer alten Praktica LTL3 meines Vaters mit einem Wust an Objektiven und Filtern im Dunst von Entwicklerbad in der eigens eingerichteten Dunkelkammer. Es erfolgte der Unvermeidliche Schritt in die digitale Welt mit einer Canon 350D, diversen Kameras von Canon der 5D Reihe bis heute zur Canon R6 III sowie dem Einstieg in die Mittelformatreihe mit der Hasselblad 500C. Die Freude in der Fotografie wird mitunter nur die Möglichkeit getrübt, die die neue Welt zur Verfügung stellt. Gerade die Fotografie mit 6x6 hat einen unglaublichen Reiz, muss doch der Moment in die Quadratur des Kreises verdichtet werden und der Betrachter selbst sich mehr bewegen als die Kamera.
Und wenn ich mal nicht die Kamera in der Hand halte oder durch die Linse schaue, so erfreue ich mich an meinen Kindern, meinem Garten und an der Natur.
Aus meinen früheren Arbeiten entstanden zahlreiche Publikationen, vor allem in Form von Kalendern für Firmenpartnern wie Deutsche Bank, Mercedes-Benz-, Riemser Arzneimittel AG, Sanierungsträger GmbH BauBeCon u.v.m. Im Jahr 2009 entstand in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank Greifswald die Ausstellung „Es muss nicht immer Stierkampf sein - Impressionen aus Andalusien“, die sich großer Beliebtheit erfreute.
Kontakt per Mail: c.kaden@campus-arts.de










